Rigoletto    Giuseppe Verdi

Company:De Nederlandse Opera
1996, 2004 & 2009, Het Muziektheater, Amsterdam
Teatro Real
2009, Madrid
Director:Monique Wagemakers
Set Designer:Michael Levine
Costume Designer:Sandy Powell
Lighting Designer:Reinier Tweebeeke
Conductor:Ed Spanjaard (1996), Daniele Callegari (2004), Roberto Abbado (2009)
Dramaturg:Klaus Bertisch

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Reviews:

  • Introvertierter und Ästhetischer Rigoletto

    In der neuen Rigoletto- Inszenierung der Nederlandse Opera, der letzten Dienstag Premiere hatte, ist schwülstig spielen tabu, wird nur gemass Absprache auf der Buhne geheult, wehrend es keine billige Gefühle ohne Doppelboden gibt. Über diese Rigoletto hat Regisseurin Monique Wagemakers gründlich nachgedacht.

    Das, war oberflächlich betrachtet nicht mehr als ein Liedesdrama ist, kann genauso gut als eine fiktive Casestudy von drei pathologischen Fallen aufgefasst  werden. In dieser Inszenierung haben der Herzog, Rigoletto und Gilda in Regisseurin Monique Wagemakers einen Psychiater gefunden, die ihre Figuren in ein gesellschaftliches System stellt.

    Die Mitglieder des Chores sind nicht tanzende und springende Höflinge, sondern abwechselnd die strengen Hüter der herrschenden Ordnung, die Helfershelfer des Bösen und die Voyeure des Verbrechens. Durch raffinierte Bewegungsmuster und scharf artikulierte Kommentare bilden sie die lebendigen Grenzen der akzeptierten Umgangsformen.

    In ihren wunderschönen Kostümen sehen sie aus, als seien sie spanische Inquisiteure oder Narren aus der Commedia dell’Arte. Wagemakers Rigoletto ist eine besonders Ästhetische und ... schone Oper. Es ist eine richtige ‚Kunst’ Oper geworden.

    de Volkskrant, Pay-Uun Hiu

  • Wo macht, Frustration und Naivität regieren

    Die Oper ‚Rigoletto’ ist mehr als die Verführung eines unschuldigen Madchens auf wunderschöne Musik. Sie behandelt eine Welt, in der jeder der Gefangene der anderen ist.

    Bei De Nederlandse Oper setzt Regisseurin Monique Wagemakers alle ihre Karten auf die Frustrationen und Traumata des missgestalteten Rigolettos, auf den Machtmissbrauch des Herzogs und die beispiellose und durch Rigoletto hervorgerufene Naivität Gildas. Darum herum gibt es die Hofhaltung wie einen erstickend heißen Mantel. Verrottet bis auf die Knochen. In einer fast abstrakten Inszenierung werden die dunklen Mochte bei diesem Hofe voller Intrigen im Eröffnungschor unmittelbar sichtbar und spürbar.

    Die Adligen – nur Männer –tragen einheitliche Kleidung: blutrote ,lange Mantel, sie sind eingebettet in die Zwangsjacke des herzoglichen Palastes und alle auf dasselbe Ziel ausgerichtet. Später, wenn die Abrechnung rundum Rigoletto sich Vollzieht, haben sich die Höflinge in vollkommen schwarze Lackaffen auf blinkenden Stiefeln mit Stockelabsatzen de geändert, wozu die weißen Kragen stark kontrastieren. Die abschreckende Wirkung lasst dadurch nicht nach. Vor diesem (un)menschlichen Hintergrund vollzieht sich das Drama zwischen den drei Hauptfiguren.

    Financieel Dagblad, Matthijs Smits

  • Rigoletto auf der Kreuzung zwischen Himmel und Holle

    Der Rigoletto, bei dem Monique Wagemakers Regie fuhrt, handelt über drinnen und draußen. Der Narr Rigoletto nimmt am Hofe des Herzogs van Mantua eine zweideutige Position ein: er ist Vertrauter und gleichzeitig Außenstehende, er besitzt eine gesellschaftlich niedrige Position, darf jedoch gleichzeitig unbeschwert über die Mächtigen ein Urteil aussprechen. Monique Wagemakers stellt die ganze Zweideutigkeit fabelhaft dar, wenn sie ihm in der ersten Szene am Rande des Hofe von Mantua bewegen lasst.

    Er geh da wie auf einem Schwebebalken, nicht mehr als ein Lichtstreifen. Dadurch sieht es überdies so aus, als schwebe er: Rigoletto ist von allem und jedem getrennt. Die kraft dieses Bildes so aus, und die der Gesamtvorstellung, liegt in der fortgesetzten Zweideutigkeit des Visuellen: das Dekor wurde abstrahiert, die Figuren sind konventionell Kostümiert.

    NRC/Handelsblad, Kasper Jansen

  • Rigoletto erweckt wahrhaftig Erbarmen

    Monique Wagemakers bevorzugt einfache, ansprechende Bilder, die gleichzeitig genügend Ambiguitat in sich birgen, um die wichtigsten Figuren einen psychologische Glaubwürdigkeit zu verleihen. Wagemakers beeindruckt mit einer Unmenge wunderschöner Szenen, von denen Rigolettos Arie ‚Della Vendetta’, kurz nach dem Mord, hinter sich lichtenden Rauchschwaden hervor, wahrscheinlich die schönste ist.

    Parool, Eric Voermans

  • Rigolettos weinerliches Sentiment durchbrochen

    Unter Benutzung der ganzen Tiefe und Breite der überaus großen Buhne im Muziektheater stellt Monique Wagemakers das Drama des Bucklichen Narren und seiner schonen Tochter Gilda auf einer gespenstisch beleuchteten, kahlen, blutroten Buhne. Durch das spannende Eroffnungsbild des Chores in Rötlichen, stilisierten Renaissance Kostümen), wie Schachfiguren auf dem enormen Brett, wurde gleich das obligate Bild, dass an ‚dem’ Rigoletto klebt, durchbrochen. Keine falsche Gefühle, kein Buckel, sondern das Drama eines Vaters, der seinem Kind in einem Schrein vor den Einflüssen der boshaften Außenwelt schützen will.

    Trouw, Franz Straatman

  • Messcherpe vertolking van 'Rigoletto'

    Rigoletto is per traditie een nar met een bochel, die door zijn mismaaktheid tot mensenhaat wordt gedreven. Zo bedacht Victor Hugo het in zijn toneelstuk Le roi s'amuse uit 1832, en zo wilden ook Verdi en zijn librettist Francesco Maria Piave het in hun opera-bewerking van dit stuk. Maar in de enscenering van Monique Wagemakers uit 1996 die nu opnieuw bij De Nederlandse Opera te zien is, is Rigoletto recht van lijf en leden en draagt hij geen kap met belletjes. De regisseuse heeft de hele opera vrij rigoureus van opsmuk ontdaan. ... Het enige wat nog zweemt naar naturalisme zijn de kostuums, die zijn gepireerd op de dracht aan de zestiende-eeuwse vorstenhoven.

    Volkskrant 2004, Frits van der Waa

  • The Netherlands Opera staging succeeded in transcending all ‘shabby shocker’ dangers.

    The focus shifted from individually disturbed behaviour to the communal decadence of the ducal court. Their clothes (magnificent costumes by the British designer Sandy Powell) were identical. These creatures seemed dehumanized, reduced to the level of parasites who feed on decay. These terrifying figures were present even in the final act, hovering vulture-like high above the stage.

    The producer, Monique Wagemakers, worked wonders with the chorus, with many memorable moments of theatrical daring. ... As a totality this was perhaps the best Verdi staging by the Netherlands Opera since the opening of the Muziektheater.

    Opera

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