Tristan und Isolde    Richard Wagner

Company:Staatstheater Nürnberg
2012/13
Director:Monique Wagemakers
Set Designer:Dirk Becker
Costume Designer:Gabriele Heimann
Lighting Designer:Olaf Lundt
Conductor:Marcus R. Bosch
Dramaturg:Sonja Westerbeck

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Reviews:

  • Liebesrasen - weltentronnen

    In Nürnberg eine Frau als “Tristan“ – Regisseurin: Monique Wagemakers überzeugte mit viel psychologisch fundiertem Realismus in den ersten beiden Aufzügen. Auch die schwer gestaltbaren 50 Minuten von Tristans finalem Liebes- und Todeswahn gelangen  […]und zu Isoldes Liebestod-Entrückung erhebt sich Tristan, tritt, sie umarmend, hinter Isolde – und so verlöschen Licht und Musik – surreal? symbolistisch? Dabei hatte Bühnenbildner Dirk Becker visuell beeindruckend.

    Die Deutsche Buhne, Wolf-Dieter Peter

  • Existenzielle Einsamkeit, Liebe als symbolische Wiedergeburt, endgültige Vereinigung im Tod - Wagemakers findet für die Grundthemen dieser Oper gelungene Bilder, die poetisch statt aufdringlich wirken. Im reizvollen Kontrast zur Weltentrücktheit der Hauptfiguren steht die geschäftigte Aufmerksamkeit ihrer Bediensteten. In Brangänes Sorge um Isolde schwingt immer auch der Versuch mit, sie zu dominieren. Wagemakers zeigt diesen Machtkampf in psychologisch griffiger Personenregie […]  Erfolg für einen Kraftakt: mit großem Jubel wurde am Sonntag im Opernhaus die Premiere von Richard Wagner Oper „Tristan und Isolde“ gefeiert. […] Die Inszenierung von Monique Wagemakers versetzt das unglückliches Liebespaar in ein weltraumartiges Buhnenbild, das die Einsamkeit der Menschen symbolisiert. […]Und nicht nur den Kinogängern sei ein Besuch im Opernhaus nachdrücklich empfohlen.

    Nürnberger Zeitung, Thomas Heinold

  • Im Grunde lässt sich diese kluge, in Kenntnis der Materie, der literarischen Dichtungen, der personellen, psychologischen Konstellationen der Figuren erfüllten Inszenierung von Monique Wagemakers kaum beschreiben – man muss sie einfach gesehen haben! Wäre ich im Umkreis von Nürnberg angesiedelt, hätte ich fraglos alle Aufführungen besucht und musste mich somit auf lediglich vier Besuche dieser ungewöhnlichen Produktion beschränken. […]Die Personenregie, die musikalischen Komponente sowie die optische Bühnensuggestion gehen derart an die Nieren, […]  „in Wien spricht man von dieser Produktion, ich muss nochmals kommen“.  […]  Klangrausch ohnegleichen. Wogen der Begeisterung brandeten allen Beteiligten entgegen.

    Neue Merker, Gerhard Hoffmann

  • Die Staatsoper Nürnberg machte in diesem Herbst einen wagenmutigen Schritt und präsentierte‚ Tristan und Isolde‘ live in fast 50 Kinos des deutschsprachigen Raums. […] Der Erwartungen schurende Schritt bedeutete für die Beteiligten eine zusätzliche Belastung. Nicht davon anstecken, ließ sich Regisseurin Monique Wagemakers, die ihrem bewahrt klaren Inszenierungsstil […] Ihr zurückgenommenes Konzept bedarf einer präzisen Herausarbeitung von Veränderungen bei und zwischen den Personen. […] Doch langsam wachsen sie zu Risse, […] bis schließlich nichts mehr ist, wie es war. […] Unverkennbar ist die Nähe zu Pier Pasolinis „Teorema“, wenn auch vieles nur in Andeutungen geschieht.[…] auf Feinheiten bauenden Inszenierung hatte die Vorstellung große Intensität, die auch bei allen Beteiligten spürbar war.

    Das Opernglas, K.-F. Schulter

  • Nürnberg feiert seinen neuen Tristan

    Die Beifalls-Sturzbache nach fünf Stunden signalisierten einen Riesenerfolg im Vorfeld des Wagnerjahrs. […] Zusammen mit ihrem toten Geliebten folgt sie Visionär dem Wegweiser zu den Planetenringen, die drei Akte lang über der Inszenierung schweben. Mit diesem Hoffen auf ein Weiterleben im Jenseits halt sich die niederländische Regisseurin Monique Wagemakers an die Tristan Auffassung […] Tristan und Isolde haben es geschafft, „sich allen Verstrickungen um sie herum zu entziehen, um von nun an erst wirklich zu leben".

    Bayerische Staatszeitung, Uwe Mitsching

  • Dabei kam ihr das Regiekonzept der Niederlandischen Regisseurin Monique Wagemakers sehr entgegen. Für sie und ihre Dramaturgin Sonja Westerbeck ist der entscheidende Moment in der Geschichte um Tristan und Isolde das Nicht-Erkennen des Liebesblickes. Dieses Nicht Erkennen, das Nichtwissen wonach man sich sehnt und dadurch entstehende undendliche Sehnsucht ist das Fundament des Regiekonzepts Wagemakers.

    Orpheus Oper International, Klaus Billand

  • Tobende Leidenschaften

    Das Publikum in Nürnberg war am Premierenabend besonders nach dem ersten Akt schier aus dem Häuschen…  Und das nicht nur wegen der musikalischen Seite dieser Produktion. Monique Wagemakers hat mit ihrer Inszenierung genauso ins Schwarze getroffen und so wirkt die ganze Produktion wie aus einem Guss – Szene und Musik arbeiten kongenial miteinander. Wagemakers hat den Mut, die Geschichte so zu erzählen, wie sie in Libretto und Partitur zu finden ist. […]Der Regisseurin große Kunst ist die Personenführung. Sie konzentriert sich ganz auf die Beziehungen der Personen zueinander, scheut keine Emotionalität und so wirkt das Geschehen bestechend echt und erschreckend lebensnah. […] Nach dem großen Liebesduett kuscheln sie sich in Löffelchenstellung ganz nah aneinander und wirken so vertraut, so einig, so verletzlich. Dieses Bild prägt sich ein und findet im dritten Akt eine zutiefst bewegende, ja grausame Variation, wenn Isolde sich in gleicher Weise an den leblosen Tristan schmiegt und seinen toten Arm um ihre Schultern legt. […] Eine ungeheuer spannungsreiche, lebendige Inszenierung, die die Geschichte librettogetreu in hochästhetischen abstrahierenden Bildern mit viel Leidenschaft erzählt, ein phänomenales, mitreißendes Dirigat, das die Leidenschaften kongenial zur Bühne toben lässt und eine Brangäne zum Niederknien. Nicht entgehen lassen!

    Online musik magazin, Bernd Stopka

  • Die holländische Regisseurin Monique Wagemakers konnte mit sinnvoller, emotionaler Personenführung und kongruent mit der Musik den Sieg von Tristans und Isoldes Liebe über alle Hindernisse hinweg berührend zur Anschauung bringen, sodass auch die Titelrollensänger das Publikum in Bann zu schlagen vermochten. […]

    Zusammen mit der […] spannungsgeladenen Personenregie von Frau Wagemakers kam das Ringen von Tristan und Isolde um die letzte Liebeserfüllung, wenn auch nicht physisch nachweisbar, ergreifend über die Rampe.

    Der Neue Merker, Sieglinde Pfabigan

  • Die Vision eines Paares

    Der Jubel war am Ende einhellig. Er galt den Sängern – ihrer Stimmkraft, ihrer teils berückenden vokalen Schönheit, aber auch ihrem bloßen Durchhaltevermögen – und er galt nicht zuletzt einer Inszenierung, für die die meisten Nürnberger an diesem Abend vermutlich dankbar gewesen sind.  […] Monique Wagemakers, der Buhnenbildner Dirk Becker und die Kostümgestalterin Gabriele Heimann entschlossen sich nämlich, die Sanger in einem abstrahierten, reduzierten Raum unterzubringen – abstrahiert, aber nicht blutleer[…]  Der Psychologie des psychomythisch grundierten Stoffs kommt man in Nürnberg – darstellerisch wie inszenatorisch – damit sehr nahe. […]Am Ende hebt sich ein schmaler Lichtstreifen durch die Finsternis zur Hohe. Was bleibt ist die Dunkelheit – und die Vision eines Paares, das von der in H-Dur ersterbenden Musik, doch auch von der klaren Form dieser „Tristan“- Deutung beglaubigt wird.

    Der Opernfreund, Frank Piotek

  • Konzentrische Kreise über Tristan

    Ein Raumschiff? Ja, vielleicht. In einem eigenen Kosmos ganz bestimmt: Unter und auf konzentrischen Kreisen bewegt sich an der Staatsoper Nürnberg Richard Wagners "Tristan und Isolde". Sobald der Stein einmal ins Wasser gefallen ist, läuft alles andere unaufhaltsam und nach einem nicht mehr zu verändernden Muster von alleine ab. Auch so sind die konzentrischen Kreise zu deuten, die über und unter diesem Nürnberger "Tristan" einem ebenso sinnstiftenden wie hochästhetischen Bühnenbild (Dirk Becker) gleichsam Halt geben. Und dreht sich nicht auch die Musik hier beständig um sich selbst, sich, wie es immer so schön heißt, insgeheim nicht von der Stelle rühren wollend? Das ist alles fein ausgedacht vom Team um Regisseurin Monique Wagemakers (Kostüme Gabriele Heimann, Licht Olaf Lundt). Schon für sich alleine genommen entwickelt die Inszenierung eine kolossale Sogwirkung. […]

    Am Ende kommts, wie es eben kommen muss. Die konzentrischen Kreise über der Bühne verschwimmen, und der Planet Tristan, in dem vor dem dritten Aufzug ohnehin schon so eine Art Komet kopfüber steckengeblieben ist, gerät aus seiner Umlaufbahn. Alles nur ein Traum? Auf jeden Fall eine grandiose Geschichte. Und ein großer Abend für die Nürnberger Staatsoper, zumal die Premiere am Sonntagabend, als erste deutsche Opernpremiere überhaupt, in einem Dreieck von Hamburg über Berlin bis Wien live in 50 Kinos übertragen wurde.

    Sudwest Presse, Manfred F. Kubiak

  • In jeder Hinsicht gelungen scheint diese Tristan-Produktion der Oper Nürnberg. […]

    In einer fast klassisch zu bezeichnenden Inszenierung gelingt Monique Wagemakers, die großen 'Aussagen' des Werks sinnbildlich zu gestalten. Eine für alle Akte grundsätzlich gleiche Bühne von Dirk Becker, die zwischen Konkret und Abstrakt die Waage hält, katapultiert die Handlung von Beginn an in eine elliptische Bahn.

    Der Neue Merker - online, Friedeon Rosén

  • Die Handlung verlegte Monique Wagemakers auf die Ringe des Saturn. Jedenfalls öffnet sich der Blick durch ein ovales Fenster auf eine nachtschwarze Szenerie, vielleicht der Weltraum, in dem eine doppelte Scheibe schwebt. […] Als am Ende jedoch ein Kometenschweif zu sehen ist, der scheinbar große Verwüstung anrichtet, wird klar: Das ist wohl doch eine kosmische Angelegenheit, eine Asteroidenkatastrophe.

    BR-Klassik, Peter Jungblut

  • 'Tristan und Isolde' als psychologisches spiel - Live aus im Kino

    Wie zwei Planeten stehen sie sich gegenüber. Die beiden runden Flächen deuten eine Kugel an. Und doch kommen sie nicht zueinander, bleiben getrennt, halten Abstand. Der Kreis als Zeichen der Ewigkeit und Vollendung mag sich nicht zusammenfügen, bietet Berührungspunkte, ist aber nur vage angedeutet, ein Wagnis. Dazwischen spielt sich das Leben ab - zwischen Entfaltung und Enge, Liebessehnsucht und Verlust, Todesfurcht und Sterbenswunsch, zwischen existenzieller Angst und Sehnsucht nach Sicherheit. […] Dirk Beckers futuristische Planetenkonstellation als Bühnenbild, gemixt mit Olaf Lundts bewährtem und beeindruckendem Lichtzauber ist deshalb genial. Nicht nur, weil am Ende des dritten Aufzugs Isolde in völliger Entrückung ihre Seele hingibt, „in des Welt-Atems wehendem All". Nein: Indem die belgische Regisseurin Monique Wagemakers auf eine Ästhetik der extremen Vereinfachung und Reduktion sowie auf eine Klarheit der Abstraktion setzt, lenkt sie die Aufmerksamkeit ganz auf den Gesang und die Musik.
    Unglaublich, welche Energie Marcus Bosch und seine Staatsphilharmonie aus dem Orchestergraben fluten lassen. Klanglich setzt Bosch auf höchste Transparenz und strengste Disziplin. […] Mit dieser runden und durchdachten Inszenierung, dem überaus symbolträchtigen Bühnenbild und den exzellenten musikalischen Leistungen setzt Nürnberg einen absoluten Glanzpunkt und sorgt dafür, dass das Wagner-Fieber - 2013 steht der 200. Geburtstag des Komponisten an - kräftig ansteigt.

    Der Neue Tag, Günter Kusch

  • Grandiose Wagner-Premiere in Nürnberg

    Sobald der Stein einmal ins Wasser gefallen ist, läuft alles andere unaufhaltsam und nach einem nicht mehr zu verändernden Muster von alleine ab. Auch so sind die konzentrischen Kreise zu deuten, die über und unter diesem Nürnberger „Tristan" einem ebenso sinnstiftenden wie hochästhetischen Bühnenbild (Dirk Becker) gleichsam Halt geben. Und dreht sich nicht auch die Musik hier beständig um sich selbst, sich, wie es immer so schön heißt, insgeheim nicht von der Stelle rühren wollend? Das ist alles fein ausgedacht vom Team um Regisseurin Monique Wagemakers (Kostüme Gabriele Heimann, Licht Olaf Lundt). Schon für sich alleine genommen entwickelt die Inszenierung eine kolossale Sogwirkung.
    […]Am Ende kommt’s, wie es eben kommen muss. Die Konzentrischen Kreise über die Bühne verschwimmen, und der Planet Tristan, in dem vor den dritten Aufzug ohnehin schon so ein Art Komet kopfüber steckengeblieben ist, gerat aus seiner Umlaufbahn. Alles nur ein Traum? Auf jeden Fall eine grandiose Geschichte. Und ein großer Abend für die Nürnberger Staatsoper. […] vom Hamburg über Berlin bis Wien live in 50 Kinos übertragen.

    Heidenheimer Zeitung, Manfred F. Kubiak

  • Planeten kreisen um ein Lächeln

    Die Atmosphäre ist die eines Staatsakts, das öffentliche Interesse enorm.[…] wäre tatsachlich schade gewesen, hatten nur die Besucher im Opernhaus diese Aufführung miterleben können.[…]  Ein Passepartout verengt die Bühne ein wenig, darin befinden sich zwei Scheiben aus drei eng beieinanderliegende konzentrische Kreisen, einmal als Spielfläche, einmal als schrag schwebender Deckel darüber. Das ist hübsch, stylisch, kühl beleuchtet und auch bedeutungsschwanger, gerade im dritten Akt – da ist ein Kreis zerbrochen, Dreck auf der sonst so sauberen Buhnen, alles geht zu Gründe. Auf den Kreisen bewegen sich die Figuren wie die Bestandteile eines Planetensystems; selten kommen sie sich nahe.

    Suddeutsche Zeitung, Egbert Tholl

  • Löse von der Welt mich Los, Umjubelt, Tristan und Isolde in Nürnberg

    Monique Wagemakers disponierte da kluger. Die Regisseurin siedelte die Handlung in einem Raum mit genügend Deutungsscharfe an – er konnte ein Raumschiff sein, ein Planetarium oder etwas ist er mit Sicherheit: nicht irdisch. Und so standen Tristan und Isolde immer wieder vor Abgrunden, Kreisten um ein schwarzes Nichts löschten die Sonne aus und standen, nach Stunden mit Bildern, die vor Bedeutung und Symbolkraft strotzten, beide – Tot oder lebendig – Arm in Arm und waren Gluckluch. […]

    Nordbayerisches Kurier, Florian Zinnecker

  • Als die Musik verklungen ist, erschallen laute "Bravo"-Rufe - zu recht. Das Nürnberger Haus hat Richard Wagners Oper gelungen in Szene gesetzt. […] Regisseurin Monique Wagemakers hält sich mit exotischen Regie-Einfällen zurück. Barfuß agieren die Sänger auf der Bühne, sie sind ganz konzentriert auf ihre Empfindungen. Auch hier gilt: Kein unnötiger Ballast, kein Pathos. Das Stück darf aus sich selbst heraus wirken. 

    DPA, Stern, Kathrin Zeilmann

  • Kinobesuch in Berlin zur Nürnberger Opernpremiere

    Die Nürnberger Opernpremiere von Tristan und Isolde kam auch in Kino gut an.[…] …die bereits nach dem ersten Akt von einer „Großartigen Inszenierung“ spricht  […]

    Nürnberger Nachrichten, Georg Kasch

  • Wagemakers bejubeld in Nürnberg

    De Nederlandse regisseuse Monique Wagemakers heeft groot succes in de Nürnberger Staatsoper met haar nieuwe enscenering van ‘Tristan und Isolde’. De Duitse pers schreef vol complimenten over de voorstelling. De uitvoering van 4 november 2012 werd in 40 bioscopen vertoond.

    Regisseurin Monique Wagemakers hält sich mit exotischen Regie-Einfällen zurück. Barfuß agieren die Sänger auf der Bühne, sie sind ganz konzentriert auf ihre Empfindungen. Auch hier gilt: Kein unnötiger Ballast, kein Pathos. Das Stück darf aus sich selbst heraus wirken” (www.suedkurier.de)
    Monique Wagemakers hat mit ihrer Inszenierung genauso ins Schwarze getroffen und so wirkt die ganze Produktion wie aus einem Guss – Szene und Musik arbeiten kongenial miteinander. Wagemakers hat den Mut, die Geschichte so zu erzählen, wie sie in Libretto und Partitur zu finden ist” (www.omm.de)

    Ludwig Olah

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